Wie die Digitalisierung das Gesundheitsbewusstsein verändert

Der technische Fortschritt und die Digitalisierung haben den Alltag der meisten Menschen stark verändert. Besonders Smartphone und Tablet haben, gepaart mit dem mobilen Internet, die Welt und die Verhaltensweisen der meisten Menschen deutlich gewandelt. Heute sind die eben jene Geräte nicht nur Unterhaltungs- und Kommunikationsmedium, sondern auch erster Bezugspunkt bei anderen Themen des Alltags. Dadurch hat sich auch der Umgang mit der eigenen Gesundheit durch die Digitalisierung, Handy, Tablet und Wearables deutlich verändert.

Smartwatches und Fitnesstracker

Heute nutzen viele Menschen Wearables. Diese sollen nicht nur dazu motivieren sich mehr zu bewegen, sondern auch helfen, die eigene Gesundheit zu überwachen. Die Geräte von Apple, Fitbit und anderen großen Unternehmen können inzwischen nicht nur Schritte zählen, sondern die Herzfrequenz und den Schlaf erfassen. Die Erfassung der Bewegungs- und Vitalwerte hat einen deutlichen Mehrwert für die Gesundheit. Anhand Schlaf- und Herzfrequenz kann man Gesundheits- und Fitnesszustand überwachen und zudem Hinweise auf mögliche Erkrankungen gewinnen. Die Daten werden meist in einer App parat gestellt und können bei Auffälligkeiten in einem Arztgespräch beurteilt werden.

Telemedizin

Auch die Art des Arztbesuches befindet sich aktuell in einem starken Wandel. Seit 2018 ist auch in Deutschland die Telemedizin zugelassen und es ist somit möglich, sich über eine App einen Arzttermin zu buchen und wahrzunehmen. Unternehmen wie Kry bieten diesen Service auf dem deutschen Markt an. Die Möglichkeit einer Fernbehandlung ist nicht nur bequemer für den Patienten, sondern spart auch Wartezeiten ein und senkt die Kosten für die Gesundheitsversorgung. Die erfahrenen Ärzte können in den meisten Fällen auch über Video eine Diagnose stellen und eine adäquate Therapie vorschlagen. Inzwischen ist es den Ärzten sogar möglich, Rezept und Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung online an die Patienten zu übermitteln. Die Digitalisierung hat insbesondere dafür gesorgt, dass Arzttermine für weniger schlimme Beschwerden nun auch virtuell durchgeführt werden können. Besonders gesundheitsbewussten Menschen, die gerne mit dem Rat eines Arztes auf Nummer sichergehen wollen, steht mit dem virtuellen Weg über die Telemedizin nun nichts mehr im Wege.

Onlinefitness

Da aufgrund der Corona Pandemie der Amateursport eingestellt wurde und auch die Fitnessstudios im Herbst 2020 erneut schließen mussten, boomt aktuell der Markt für digitale Fitnessangebote. Auch aufgrund der Ängste um die Gesundheit während Corona wollen immer mehr Bundesbürger Sport treiben. So setzen immer mehr Menschen, die gerne in der Gruppe trainieren oder einen Trainer als Motivation brauchen, auf Onlinefitness. Es gibt unzählige virtuelle Fitnessstudios, bei denen man Einheiten mit einem Livetrainer buchen kann. Diese werden meist in einer Videokonferenz durchgeführt. Als sparsame Alternative kann man auch auf Youtube setzen. Auf der Videoplattform sind Tausende Videos kostenfrei zur Verfügung, die sich mit dem Thema Fitness beschäftigen und Interessierte durch eine Trainingseinheit führen.

Die Digitalisierung hat dafür gesorgt, dass Otto Normalverbraucher deutlich mehr Optionen zur Verfügung stehen, die eigene Gesundheit aktiv zu überwachen. Zudem hat die Aufklärung durch das Internet dazu geführt, dass sich eine Vielzahl von Menschen intensiver mit der eigenen Gesundheit auseinandersetzen. Bei all der Recherche und Gesundheitsüberwachung sollte man aber nicht vergessen, dass Handy auch mal wegzulegen und sich aktiv im Freien zu bewegen.

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