Gastartikel: Lohnen sich Laserdrucker im Home-Office?

Quelle: pixabay.com

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Wenn man uns von Laserdruckern erzählt, denken wir noch oft an große Industriemaschinen. “Allein schon aus Platzgründen wäre so ein Laserdrucker nie etwas für das heimische Büro. Für Privatanwender gibt es schließlich Tintenstrahler.” So oder so ähnlich denken immer noch viele Menschen über Drucker. Laser für Konzerne, Tinte für Einzelanwender. Dabei sieht man Laserdrucker heute sogar schon in Studentenbuden. Ist das ein übertriebens Extrem? Oder steckt vielleicht sogar finanzieller Sinn hinter einer solchen Anschaffung? Ich möchte heute einmal der Frage auf den Grund gehen, ob und wann Laserdrucker im SoHo (= Small Office and Home Office) Sinn machen.

Was hat sich auf dem Drucker-Markt in den letzten Jahren verändert?

Es gab zwei wesentliche Entwicklungen, die dafür sorgten, dass man Laserdrucker heute dort findet, wo man sie vor kurzem noch kaum erwartet hätte. Einerseits sind dies fallende Anschaffungspreise. Gerade Privatanwender legen grundsätzlich einen viel zu großen Fokus auf den Anschaffungspreis. Dass dieser im Vergleich zu den tatsächlichen Kosten eines Druckers kaum eine Rolle spielt, werde ich gleich noch erläutern. Doch zunächst möchte ich festhalten: Weil Laserdrucker immer günstiger in der Anschaffung werden, findet man sie immer häufiger auch in sehr kleinen Büros und in Privathaushalten. Es gibt in der Tat S/W-Laserdrucker die bereits für 75€ zu haben sind.

Die andere entscheidende Änderung auf dem Markt der Drucker ist die Tatsache, dass Laserdrucker immer kleiner wurden. Natürlich gibt es auch heute noch Industrie-Geräte, die für den Druck tausender Seiten an einem Tag ausgelegt sind. Aber die große Masse an Laserdruckern ist heute optisch kaum mehr von einem Tintenstrahler zu unterscheiden. Nur so wurde es überhaupt möglich, dass man auch dort, wo Platz begrenzt ist, Laserdrucker anwenden kann. Ein Schreibtisch, ein PC und auf dem selben Tisch noch ein Laserdrucker – das macht auch für Heimanwender Sinn.

Warum würden Privatanwender überhaupt Laserdrucker kaufen?

Die letzten beiden Punkte erklären, warum es möglich ist, Laserdrucker in SoHos zu betreiben. Das erklärt allerdings noch lange nicht, warum man überhaupt ein Interesse daran haben könnte. Mir fallen zwei Hauptargumente für den Betrieb von Laserdruckern ein. Der eine ist eher subjektiver Natur, der andere lässt sich durch Zahlen belegen. Kommen wir zum ersten Punkt: Die Qualität eines Textausdrucks ist mit einem Laserdrucker in aller Regel besser. Dies bedeutet in dem Fall, dass Der Kontrast höher ist, der Text schärfer und das Dokument insgesamt professioneller wirkt. Auch die Dauer um vielseitige Texte zu drucken ist mit Laserdruckern deutlich geringer. Doch der wahre Grund für Laserdrucker bei Heimanwendern ist ein ganz anderer:

Ab einer gewissen Anzahl an Drucks pro Monat ist ein Laserdrucker die wirtschaftlichere Alternative.

In der Einleitung dieses Artikels bin ich bereits darauf eingegangen, dass der Anschaffungspreis eines Druckers eher eine untergeordnete Rolle spielt. Dies möchte ich nun belegen. In einem Vergleich möchte ich einen S/W-Multifunktionslaser mit einem entsprechenden Tintenstrahldrucker vergleichen. Da es keine reinen S/W-Tintenstrahler gibt, werde ich einen Tintenstrahler wählen, bei dem die schwarze Patrone (für Texte) einzeln gewechselt werden kann. Beide Modelle sollen wahre Alleskönner im Home-Office sein. Ich habe mich daher für zwei Multifunktionsgeräte entschieden. Meine zwei Kandidaten sind die folgenden:

Art Laserdrucker Tintenstrahler
Modellbezeichnung Brother DCP7070DW Canon Pixma MX925
Anschaffungspreis ca. 260 180
Toner/Patrone schwarz TN-2220 PGI-550PGBK
Kosten Toner/Patrone 53€ 10€
Kapazität Toner/Patrone 2600 Seiten (Quelle) 375 Seiten (Quelle)
Kosten pro Seite 2,0 Cent 2,8 Cent
Kosten Abschreibung
pro Monat bei 36 Monaten
7,22 € 5 €

Direkt fällt also auf, der Laserdrucker ist 44% teurer in der Anschaffung. Dafür kostet eine gedruckte Seite mit dem Tintenstrahler 40% mehr. Nun fragen wir uns also ab welchem Druckvolumen die Gesamtkosten (aus Abschreibung und Druckkosten) pro Monat der Laserdrucker die bessere Wahl darstellt. Dies zeigt nun die folgende Vergleichstabelle:

Seiten pro Monat Gesamtkosten pro Monat
Laserdrucker
Gesamtkosten pro Monat
Tintenstrahler
0 7,22 € 5,00 €
100 9,22 € 7,80 €
250 12,22 € 12,00 €
281 12,84 € 12,87€
500 17,22 € 19,00 €
1000 27,22 € 33,00 €
2000 47,22 € 61,00 €

Die Tabelle zeigt bereits ab einem Druckvolumen von lediglich 281 Seiten im Monat – das sind gerade mal 14 Seiten pro Arbeitstag – ist ein Laserdrucker die rentablere Lösung. Druckt man dagegen 1000 Seiten pro Monat kostet der Tintenstrahler über die 36 Monate Nutzungsdauer insgesamt 1188€. Der Laserdrucker kostet dagegen nur 979,92€. Also eine Ersparnis von satten 208,08€. Druckt man noch mehr wird die Ersparnis entsprechend größer.

Somit ist ein Laserdrucker also nicht nur schneller und oft qualitativ besser, sondern in vielen Fällen auch schlichtweg günstiger. Umso weniger verwunderlich ist es also, dass auch der clevere Student, der viele Skripte und Folien benötigt, zum Laserdrucker greift.

Über den Autor

Etienne Dilocker ist Betreiber des Portals laserdrucker-testsieger.com. Darauf werden Laserdrucker jeder Art in verschiedenen Kategorien (Schwarz, Farbe, Multifunktion, Duplex, LAN, WLAN, etc.) getestet und miteinander verglichen. Neben ausführlichen Testberichten gibt es zu jedem Modell auch immer Alternativen, bei denen die Unterschiede besonders hervorgehoben werden. Der Autor berät im Rahmen seines IT-Servies schon seit vielen Jahren kleinere und mittlere Unternehmen bei IT-Anschaffungen. Im Jahr 2014 sollte das dieses Know-How dann in Form eines interaktiven Test-Portals der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt werden.

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4 Antworten

  1. Lukas sagt:

    Also für mich persönlich würde es sich nicht lohnen. Es kommt jedoch auch darauf an, was man zu Hause alles so drucken muss. Aber denke für die Mehrheit aller privat Anwender ist ein Tintendrucker sinnvoller.

  2. Ralf sagt:

    Ich habe einen Laserdrucker in meinem Homeoffice stehen und bereue es keinen Tag. Ich habe zwar wahrscheinlich nicht die benötigte Anzahl an gedruckten Seiten, damit sich das wirtschaftlich wohnt, aber ein Laserdrucker hat auch andere Vorteile. Gerade der erwähnte bessere Druck und es gibt keine Tinte die verlaufen kann. Das ist zum Beispiel super, wenn man sich mal Schilder für draußen ausdruckt.

  3. Heri sagt:

    Ich bevorzuge den Laserdrucker. Ich Drucker in der Regel viel Text und brauche eher weniger Bilder.

  4. Frank sagt:

    Interessanter Artikel. Ich habe beides zu Hause, einen Laserdrucker und Tintenstrahldrucker. Wenn man mit dem Tintenstahldrucker einen gute Quelle für Tinte findet – also keine Originale – druckt man mit Tinte schon recht günstig. Beim Laserdrucker finde ich vor allem gut, dass es nichts ausmacht, wenn das Blatt feucht wird, was ja gerade für Bastelarbeiten sehr sinnvoll sein kann.

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