ERP: Steuerung von Geschäftsprozessen als digitaler Anker fürs Unternehmen

Der häufige Wandel von Unternehmensprozessen und Produktionssystemen bringt Anforderungen mit sich. Die Ressourcen wie Personal, Kapital und Betriebsmittel wie Fahrzeuge und Maschinen sind das Grundgerüst eines Unternehmens, dass für den Unternehmenserfolg jedoch gut geplant und gemanagt werden muss. Dafür wird heutzutage ERP-Software eingesetzt. Doch was ist das überhaupt und welche Entwicklungen gibt es? Wie reagieren die Anbieter auf die Trends und welche Vorteile haben KMUs von der Digitalisierung? Auf diese Fragen geben wir in diesem Beitrag antworten.

Was versteht man unter Enterprise Resource Planning?

Unter ERP versteht man die Geschäftsressourcenplanung. Diese soll dafür sorgen, dass die Ressourcen des Unternehmens mit größtmöglicher Effizienz für die Umsetzung der Unternehmensziele genutzt werden. Durch die hohe Komplexität und Vernetztheit von verschiedenen Branchen und Abteilungen wird ERP heutzutage mithilfe von IT-Systemen auf Basis moderner Informations- und Kommunikationstechnik bewerkstelligt.

Ein ERP-System oder eine ERP-Software ist somit eine betriebswirtschaftliche Softwarelösung für ERP. Diese Programme können die Planungsaufgaben diverser Geschäftsfelder erleichtern. Durch die hohe Splitterung gibt es auch viele Anbieter und ERP-Systeme, die den Markt abdecken. Komplexere ERP-Systeme bestehen meist aus mehrere Teilsystemen oder Modulen, die je nach Bedarf miteinander kombiniert werden können und in bestehende Systeme integriert werden können. Mehr über Enterprise Resource Planning und spezifische Branchenlösungen können Sie auf http://www.gisorga.de/was-ist-enterprise-resource-planning/ erfahren.

Durchschnittsalter der ERP-Installation steigt

Auf dem deutschen ERP-Markt lässt sich eines deutlich erkennen: Das durchschnittliche Alter von ERP-Installationen und Release-Ständen in deutschen Unternehmen steigt an. Für das Alter der ERP-Installation gibt es zwei Erklärungen. So kann die geringe Bereitschaft der Anwender für einen Wechsel zum einen durch eine Scheu vor dem gefürchteten Umstellungsaufwand begründet sein. Zum anderen kann für das hohe Alter der Software auch eine Zufriedenheit mit dem bisherigen Partner verantwortlich sein. Eine Differenzierung der beiden Fälle lässt sich durch den Altersindikator von ERP-Systemen also nicht treffen.

Für das steigende Durchschnittsalter von bereits installierten Release-Ständen bei ERP-Software gibt es allerdings eine einfache Erklärung: Viele Unternehmen scheuen den Aufwand, da es durch eine Aktualisierung teils zu gravierenden Umstellungen kommt. Die Vorteile eines aktuellen Updates erschließen sich daher vielen Unternehmen und Betrieben nicht. Hersteller und Anbieter von ERP-Lösungen reagieren daher auf diese Entwicklung.

Kontinuierliche Modernisierung der Software

Statt Sprüngen wird daher auf kleine Schritte gesetzt. Patches und Updates sowie sogenannte Enhancement Packages sollen ungewollte Veränderungen und den Aufwand bei einer Aktualisierung minimieren. So ist beispielsweise das ERP-System in Fertigungsunternehmen der Dreh- und Angelpunkt für fast alle Unternehmensprozesse. Durch diese kleineren Schritte und eine intensive Betreuung durch die Anbieter selber sollen so die Vorteile der aktuellen Versionen für die Unternehme sichtbar werden. Doch neben dieser Änderung bei der Aktualisierung für bestehende ERP-Software setzten die Anbieter auch auf die erleichtere Einführung und Integration in Unternehmen sowie die Umstellung auf andere ERP-Systeme.

Modulare Schnittstellen für mehr Freiheit

Damit die ERP-Software auf die täglichen unternehmerischen Aufgaben zugeschnitten ist, greifen immer mehr Firmen auf individuelle Einzellösungen zurück. Diese sind speziell für konkrete Problemstellungen ausgelegt und bieten damit eine flexible Lösung.

Durch einheitliche Schnittstellen kann die Software einfach an die Bedürfnisse des Kunden angepasst werden und lässt sich bequem in die vernetzten Unternehmensplattformen integrieren. Durch diesen modularen Charakter der ERP-Lösung sind Unternehmen bedient und auch für die Zukunft durch Aufrüstbarkeit vorbereitet. So bietet eine große, monolithische Lösung häufig unzählige Funktionen, die allerdings für kleine und mittelständische Unternehmen zu komplex wären.

Durch die Digitalisierung des ERP-Markts und die Cloud-Technik lässt sich auch für kleine Unternehmen und Start-ups eine passende ERP-Lösung finden. Diese cloudbasierten Systeme bieten Kosten- als auch Wettbewerbsvorteile. So können diese besonders schnell und flexibel in bestehende digitale Plattformen eingebunden werden.

Der Trend der Digitalisierung zeigt sich auch daran, dass immer mehr etablierte ERP-Anbieter auf die Cloud setzen. ERP bietet somit auch KMUs viele Chancen und Möglichkeiten. Wichtig ist es daher, sich frühzeitig auf Trends einzustellen und mit der Einführung oder Umsetzung zu beginnen, da sich die ERP-Landschaft in einem konstanten Wandel befindet.

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