Operations Management

„Operations Management als betriebliche Führungsaufgabe umfasst die Gestaltung, Planung, Steuerung und Kontrolle aller industriellen Wertschöpfungsprozesse, die zur Entwicklung, Erstellung und Lieferung von Produkten und Dienstleistungen benötigt werden.“

Soweit die Definition von Operations Management (OM), doch womit beschäftigt sich OM wirklich? Dem wollen wir heute nachgehen.

Es geht vor allen Dingen darum, die Produktion möglichst reibungsfrei und kostengünstig zu betreiben. OM dient also der Unterstützung und Organisation des eigentlichen  Produktionsprozesses.

OM begleitet die Ressourcen auf dem gesamten Wertschöpfungsprozess durchs Unternehmen.

Beginnend mit der Standortplanung für Lager bzw. Produktionsstandorte und dem dort nötigen Bestandsmanagement weiterführend mit der Ablaufplanung der Produktion und der Prozessgestaltung bis hin zur Betrachtung des Kunden, der Nachfrageprognose. Eine Ebene Höher kann dann mit dem Supply Chain Management der ganze Prozess noch einmal „von oben“ betrachtet werden.

Standortplanung:

Der Standort lässt sich generell qualitativ und quantitativ  bestimmen. Bei der qualitativen Analyse versucht man die verschiedenen Einflussfaktoren wie Kosten, Regulierungen, Kultur, Politik, Ressourcen etc. gegeneinander abzuwägen. Dies kann mit der Methode der Nutzwertanalyse geschehen.

Geht es um die quantitative Analyse werden in der Regel nur die Entfernungen zu den Kunden als Kennzahl für die Kosten betrachtet. Diese werden dann mit verschiedenen Methoden, z.B. rechtwinklige Entfernungsmessung, euklidische Entfernungsmesser oder dem Branch-and-Bound Verfahren-

Bestandsmanagement:

Ein gutes Bestandsmanagement ist wichtig für ein Unternehmen, da zu wenig Bestand zu Produktionsstörungen oder Gewinneinbußen durch Fehlmengen führen kann, zu viel Bestand allerdings teures Kapital bindet.

Je nach Anwendungsgebiet kommen hier das Bestellmengenmodell oder das Newsvendor-Modell zum Einsatz.

Ein besonderer Einsatz findet im Vendor Managed Inventory statt.

Ablaufplanung:

Aufträge kommen immer unterschiedlich bei einer Firma an. In welcher Reihenfolge arbeitet man diese denn ab?

Die Beantwortung dieser Frage hängt von dem Ziel, das man anstebt ab.

First-Come-First-Serve: Wer zuerst angefragt hat, wird zuerst bearbeitet, dies erfüllt einen gewissen Gerechtigkeitssinn, kann aber zu unnötigen Verspätungen anderer Aufträge führen, denn Aufträge haben durchaus unterschiedliche Fristigkeiten.

Shortest Processing Time: Ziel ist es die durchschnittliche Fertigungzeit zu Verkürzen, dafür werden die Aufträge anhand ihrer Durchlaufzeit sortiert, kürzeste zuerst.

Ealiest Due Date: Es soll die maximale Verspätung minimiert werden? Dann müssen die Aufträge nach Dringlichkeit sortiert werden.

Moore Regel: Diese wird angewendet um die Anzahl Verspätungen zu minimieren und wird später einmal besprochen.

Welches das Verfahren der Wahl sein soll, errechnet man am besten anhand der Verspätungskosten.

Diese Verfahren gelten auch nur, wenn alle Aufträge nur eine Produktionsstufe (eine Maschine, die belegt wird) durchlaufen.

Prozessgestaltung:

Prozesse können in verschiedenen Sprachen (z.B. EPK oder BPMN) festgehalten und strukturiert werden. Sind die Prozesee des Unternehmens erst einmal dokumentiert, könne diese über verschiedene Verfahren optimiert werden. Ausserdem ist es möglich Prozesskostensätze zu ermitteln, die z.B. Fixkosten beanspruchungsgerecht verteilbar machen.

Nachfrageprognose:

Zur Nachfrageprognose eigen sich mehrere Verfahren. Bei der qualitativen Methode lassen sich Kunden, die eigenen Vertriebsmitarbeiter oder auch Experten befragen. Die Kosten dieser Verfahren sind jedoch sehr Unterschiedlich. Ein recht smartes Verfahren ist die Delphi-Methode.

Zur quantitativen Erfassung kommt es darauf an, ob ein Trend, ein konstantes Niveau oder mit saisonalen Schwankungen gerechnet werden muss. Für jede Situation muss die passende Methode gewählt werden.

Supply Chain Management:

Hierbei wird über den Tellerrand des Unternehmens hinaus geblickt und der ganzen Prozess über Lieferaten in die eine Richtung bis hin zum Kunden auf der anderen Seite der Firma analysiert, ob sich irgendwo Verbesserungen finden können.

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