Stürme, Hochwasser und Hitze: Wie Unternehmen auf die extremen Wettersituationen reagieren

Der Klimawandel führte in den vergangenen Jahren zu extremen Wetterumschwüngen. Stürme legten ganze Städte lahm, Hochwasser verwüstete Tausende von Häusern und anhaltende Hitzewellen ließen Autobahnen regelrecht auseinanderbrechen. Auch Unternehmen nehmen den Klimawandel immer verstärkter wahr. Sie müssen sich nicht nur mit neuen Bedingungen für den Klimaschutz auseinandersetzen, auch die massiven Wetterverhältnisse können ihren Betrieb stark beeinflussen. Dieser Artikel zeigt, wie die Unternehmen auf die veränderten Bedingungen reagieren und mit welchen Maßnahmen sie gegen den Klimawandel vorgehen.

Anpassung an die extremen Wettersituationen

Unternehmen auf der ganzen Welt müssen sich mit den veränderten Klimabedingungen auseinandersetzen. Nur so können sie auch in Zukunft einen reibungslosen Ablauf ihres Betriebes garantieren. Auch die Deutsche Bahn hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend mit den extremen Wettersituationen befasst. Daraus resultierte das Projekt „Aktionsplan Vegetation“, womit sich die DB neuen Herausforderungen stellt. Stürme, Trockenzeiten und auch Überschwemmungen trugen immer häufiger dazu bei, dass umgefallene Bäume Gleise blockierten. Verspätungen und Zugausfälle nahmen demzufolge zu, zum Ärgernis vieler Bahnreisender. Um die Situation zukünftig deutlich zu verbessern, reagiert das Unternehmen mit dem Ausbau seines Vegetationsmanagements. 150 zusätzliche Mitarbeiter, Förster und Umweltexperten inspizieren etliche Kilometer des Streckennetzes, um sogenannte „Hot Spots“ auszumachen. Dies sind störanfällige Stellen, die durch den Baumbewuchs besonders gefährdet sind. Von Oktober bis Februar möchte die Deutsche Bahn instabile Bäume und Vegetation mit einem kritischen Wuchs entfernen und dafür Bäume mit einer stabilen Höhe und einer geeigneteren Wuchsform fördern. Mittels dieser Maßnahmen möchte das Unternehmen Zugausfälle und Verspätungen verringern und die Kosten für Reparaturarbeiten am Schienennetz senken. Wer mehr über das Projekt erfahren möchte, wird auf der Infoseite zum „Aktionsplan Vegetation“ fündig.

Auswirkung der veränderten Wetterbedingungen die Produktionsbetriebe

Nicht nur die Deutsche Bahn muss sich mit der veränderten Wettersituation befassen. Auch etliche Unternehmen in der Produktion konnten in den vergangenen Jahren selbst erleben, welche Auswirkung der Klimawandel auf ihren Betrieb haben kann. Laut einer Studie der Universität Oldenburg wurden mehr als 23 Prozent der befragten Unternehmen bereits mit den Folgen des Wetterumschwungs konfrontiert. Stromausfälle unterbrachen die Produktion und Zulieferer konnten aufgrund von Frost oder Hitzeperioden die benötigten Waren nicht liefern. Experten gehen davon aus, dass diese Auswirkungen in den kommenden Jahren weiterhin zunehmen werden.

Auf diese Situation muss jedes Unternehmen reagieren. Analysen des regionalen Klimawechsels können dabei helfen, mögliche Risiken zukünftig besser einzuschätzen. Auch die Nutzung von erneuerbaren Energien kann dafür sorgen, dass der Betrieb bei einem Zusammenbruch oder Ausfall des öffentlichen Stromnetzes fortgeführt werden kann. Hilfe können die Unternehmer seitens der Regierung bedingt erwarten. Mithilfe von Fördermitteln für den Ausbau erneuerbarer Energien möchte der Staat ein Umdenken bei den Betrieben ankurbeln.

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