Finanzmarkt in Deutschland: Mäßige Jobaussichten

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Quelle: Jorma Bork / pixelio.de

Die Lage am deutschen Finanzmarkt bleibt angespannt – zu diesem Ergebnis kommt das Exposé „Branchenkompass Banken“, das von der Managementberatung Steria Mummert Consulting herausgegeben wird.

Der Untersuchung zufolge erwarten mehr als 30 Prozent aller deutschen und österreichischen Banken eine im Verhältnis zur Gesamtwirtschaft schlechtere Branchenentwicklung. Besonders pessimistisch sind Entscheider in Geldinstituten, deren Kerngeschäft im Firmenkundenbereich liegt.

Auf der anderen Seite geben heute weniger Befragte an, dass sie die weitere Entwicklung der Branche für unvorhersehbar halten. Bei einer Erhebung im Jahr 2012 sagten noch 27 Prozent der Entscheider, sie seien unsicher über die Zukunft; im abgelaufenen Jahr waren es nur noch 11 Prozent. Lediglich 7 Prozent erwarten, dass sich die Finanzindustrie besser entwickeln wird als die Gesamtkonjunktur. 45 Prozent der Umfrageteilnehmer gehen davon aus, dass sich Kreditinstitute und finanzfremde Unternehmen gleich stark entwickeln werden.

Regulierungen und niedrige Zinsen als Wachstumshemmer

Der Bankenexperte Stefan Lamprecht sieht die Gründe für die Unsicherheit vor allem in der zunehmenden Regulierung, die auf nationaler wie internationaler Ebene vorangetrieben wird. Zudem, so Lamprecht, werde das Kerngeschäft der Banken – die Kreditvergabe – durch die niedrigen Zinsen erschwert. Als weiteren Faktor nennt der Experte den hohen Kostendruck.

Dieser Hinweis ist nicht ganz unberechtigt: Wie der „Focus“ unlängst berichtete, steht der deutschen Bankenbranche ein massiver Stellenabbau bevor. Bis zum Jahr 2024 könnten dort 20 Prozent der 630.000 Jobs wegfallen. Dem Artikel liegt eine Studie der Beratungsfirma Bain & Company zugrunde. Der Deutschland-Chef des Unternehmens, Walter Sinn, hält langfristige Kostenreduzierungen von bis zu 30 Prozent für notwendig. Damit wäre nach den Bain-Berechnungen die Schließung von 11.000 Filialen verbunden.

Die Zukunft liegt im digitalen Geschäft

Ein weiteres Problem für die Finanzbranche stellt die immer größer werdende Zahl von digitalen Wettbewerbern dar, die zunehmend Geschäftsmodelle und Produkttrends bestimmen. Der Kunde von heute hat hinsichtlich der Servicequalität höhere Ansprüche als früher; zudem haben viele Menschen durch die Exzesse und Skandale der vergangenen Jahre das Vertrauen in die Banken verloren. Diese haben es versäumt, sich rechtzeitig auf das veränderte Umfeld einzustellen.

Einen umfassenden Überblick über die Beschäftigungssituation im Finanzsektor erhalten Interessierte auf dem Jobportal jobtonic.de (hier zur Übersicht). Neben Finanzen Jobs Berlin finden sich dort interessante Tätigkeiten in nahezu allen großen Städten Deutschlands.

Für Jobsuchende ergeben sich aus dieser Entwicklung nicht nur Nachteile: Wer frühzeitig auf das richtige Pferd setzt, kann sich eine komfortable Position verschaffen. Beschäftigungsmöglichkeiten existieren durchaus – neben Peer to Peer- und Crowdfunding-Angeboten gibt es heute eine große Zahl weiterer Dienstleistungen, die vom Entwickeln von Handelsstrategien bis zur klassischen Auto-Finanzierung reichen.

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