Wie teuer sollte ein Smartphone sein?

Begriffe wie „Varistor“ hört man nicht jeden Tag, beim Wort „Smartphone“ sieht es schon anders aus. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass es sich bei Varistoren um elektronische Bauteile handelt, die Geräte vor Überspannungen schützen. Ein Smartphone muss man nicht erklären, dafür stellt sich die Frage, wie teuer eigentlich ein Handy sein muss? Ist ein Flaggschiff für 1.000 Euro wirklich nötig? Oder leistet auch ein Modell aus dem unteren Preissegment gute Dienste?

Die verschiedenen Klassen

Grundsätzlich werden die Geräte in unterschiedliche Preisklassen eingeteilt. Bis ca. 160 Euro kann man von Einsteiger-Modellen sprechen, bis ca. 500 Euro ist es die (gehobene) Mittelklasse und darüber ordnet man die Oberklasse beziehungsweise Flaggschiffe ein.

Was können teurere Smartphones besser?

Wenn ein Handy mehr kostet, dann hat es technische Gründe. Das heißt, die Ausstattung ist besser und kann mehr leisten. Das fängt beim Prozessor an, geht über den Arbeitsspeicher und hört bei der Kamera auf. Wer also zum Beispiel viel Wert auf gute Kamerabilder legt, der sollte tatsächlich zu einem teureren Handy greifen. Bei der CPU und beim RAM sind die Unterschiede geringer, erst beim internen Speicher lohnt sich wieder ein genauerer Blick. Während günstige Modelle 8, 16 oder 32 GB haben, sind es in der Oberklasse 128, 256 oder 512 GB. In diesem Fall ist in der Regel auch keine Speichererweiterung durch eine microSD-Karte notwendig, die jedoch bei manchen Geräten noch zusätzlich eingelegt werden kann.

Teurere Smartphones haben also eine bessere Hardware, sind leistungsstärker und haben qualitativere Kameras.

Warum sind die Preise zum Teil so hoch?

Wie bereits zuvor erwähnt, liegt es vor allem an den stärkeren Komponenten. Beispielsweise kostet dem Hersteller ein leistungsstärkerer Prozessor mehr Geld. Diese Investition wird auf den Verkaufspreis aufgeschlagen, sodass ein höherer Kaufpreis für den Endverbraucher entsteht.

Die Hardware ist aber nur ein Teil. Im ganzen Prozess muss man auch die Kosten für Entwicklung und Marketing berücksichtigen, was ebenfalls Auswirkungen auf den Verkaufspreis hat. Davon sind in erster Linie Flaggschiffe betroffen, da sie zuerst mit neuen Technologien ausgestattet werden.

Nicht zu vergessen ist der Hersteller selbst. Besser gesagt ist der Name gemeint, denn Samsung, Apple und Co. schlagen für ihre Bekanntheit etwas drauf. Das wird zwar nicht offen kommuniziert, ein Geheimnis ist es aber auch schon lange nicht mehr. Das ist auch einer der Gründe, warum unbekanntere Hersteller – wie Oppo – weniger Geld verlangen.

Die Preise setzen sich also unterm Strich aus mehreren Punkten zusammen.

Wie teuer sollte ein Smartphone denn nun sein?

Die Antwort auf diese Frage hängt zu 100 Prozent von den Bedürfnissen ab. Wer die Kamera nur selten verwendet und eine solide Ausstattung haben möchte, der ist in der (gehobenen) Mittelklasse bestens aufgehoben. Soll das Smartphone die neueste Technik verbaut haben und spielt Geld nur eine Nebenrolle, dann kommt man um die Oberklasse nicht herum. Die Zielgruppe der Einsteiger-Modelle sind Nutzer, die Anrufen, SMS schreiben und Apps wie WhatsApp nutzen wollen. Abstriche muss man in diesem Fall beim Speicher, bei der Performance und bei der Kamera machen. Am Ende ist die Auswahl an Handys aber so groß, dass für alle Ansprüche etwas dabei ist.

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