Wie man sich gegen Identitätsdiebstahl schützen kann

Identitätsdiebstahl ist ein globales Phänomen, das jährlich Schäden in Millionenhöhe verursacht. Während früher der physische Zugriff auf eine Datenbank oder die privaten Informationen einer Person erforderlich war, um eine Identität zu verfälschen, hat das Internet die Arbeit heutzutage recht einfach gemacht. Manche Opfer haben Identitätsdiebstahl schon mehrfach erlitten. Scheinbar wird es immer schwieriger, sich vor diesen Verbrechen zu schützen. Dabei gibt es ein paar einfache Mittel, seine persönlichen Daten vor Online-Betrug zu schützen.

Was ist Identitätsdiebstahl?

Fälle von Identitätsdiebstahl werden aus allen Ländern der Erde gemeldet. Identitätsdiebstahl, auch als Identitätsbetrug bezeichnet, werden Straftaten gegen Personen bezeichnet, bei denen persönliche und finanzielle Daten illegal durch Betrug oder Täuschung erlangt werden. In der Regel geschehen solche Diebstähle aus finanziellen Gründen. In Deutschland wurden etwas 30 Prozent aller Online-Nutzer schon einmal Opfer eines solchen Betrugs – Tendenz steigend.

Sobald Identitätsdiebe Ihre Identität stehlen, können sie Online unter anderem Folgendes tun:

  • Kreditkarten oder Kredite in Ihrem Namen beantragen.
  • Geld von Ihrem Bankkonto abheben.
  • Einen Mobilfunkvertrag auf Ihren Namen abschließen.
  • Online-Bestellungen in Ihrem Namen durchführen.
  • Medizinische Versorgung bei Ihrer Krankenversicherung erschleichen
  • Ihre Daten im Darknet verkaufen

Am verbreitetsten sind Kreditkartenbetrug, Mobilfunk-Betrug und Konto-Betrug. Häufig landen Ihre Daten im Internet und können von jedermann ohne Probleme verwendet werden.

Wie wird eine Identitätsdiebstahl durchgeführt?

Cyberkriminelle hacken nicht nur in Server und Datenbanken renommierter Unternehmen, sondern zielen auch auf bestimmte Personen und Organisationen ab. Hier sind einige der häufigsten Methoden:

Phishing

Bei diesem Identitätsdiebstahl erstellt der Hacker eine gefälschte Umfrage-Seite oder sendet eine glaubwürdig aussehende E-Mail mit einem Fragebogen, den der Benutzer ausfüllen muss. Diese Seiten sind so gut gestaltet, dass selbst die Besten von uns darauf hereinfallen können. Sie fragen nach privaten Daten, die manchmal von Menschen eingegeben werden und die direkt in die Hände des Hackers gelangen. Phishing kann auch über eine Vielzahl anderer Kanäle erfolgen.

Malware

Viren wie Ransomware, Trojaner werden per E-Mail an das Gerät eines Benutzers gesendet oder als Elemente einer Webseite beim Surfen im Internet angezeigt. Es genügt ein Klick auf den Link oder das Herunterladen einer bestimmten Datei, die den Vireneintrag in das System ermöglicht. Sobald dies geschieht, kann der Hacker den Benutzer ausspionieren und sogar alle sensiblen Informationen, die er findet, ausspähen. Diese Viren können erst gefunden werden, wenn es zu spät ist.

Hacking

Hier versucht ein Cyberkrimineller, Ihr Passwort zu erraten, entweder auf der Grundlage von zufälligen persönlichen Informationen. Es können auch ausgefeiltere Techniken verwenden, um in Ihren Computer oder in Ihre Online-Konten für vertrauliche Daten einzudringen und auszuspähen.

Es gibt eine Vielzahl anderer Methoden, um persönliche Informationen zu stehlen, wie zum Beispiel der physische Diebstahl von Geräten. Phishing, Malware und Hacking werden heutzutage am häufigsten verwendet.

Wie können Sie sich vor Identitätsdiebstahl schützen?

Um Ihre persönlichen Daten besser vor Identitätsdieben zu schützen, sollten Sie vorausschauende Maßnahmen ergreifen. Dadurch minimieren Sie die Wahrscheinlichkeit zum Opfer zu werden. Ziel ist es, so viele effektive Hindernisse und Stolperdrähte wie möglich einzubauen, um an Ihre Daten zu kommen. Diese Strategie wird Identitätsdiebe frustrieren und entmutigen und sie auf andere Ziele lenken, deren Daten leichter auf betrügerische Weise beschafft werden können.

Beginnen Sie diesen Prozess mit diesen Schritten:

Verwenden Sie sichere und starke Passwörter und verwenden Sie für jedes Online-Konto ein eigenes Passwort. Ein starkes Passwort besteht aus kleinen und großen Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen. Verwenden Sie Apps wie Keepass, LastPass oder einen ähnlichen Kennwort-Manager, um mehrere sichere Kennwörter für alle Websites und Dienste zu erstellen, zu speichern und zu verwalten, die Sie im Internet verwenden.

Halten Sie Ihre Anti-Malware-Software auf dem neuesten Stand

Obwohl Viren und Trojaner nicht mehr in den Schlagzeilen sind, bedeutet das nicht, dass sie nicht mehr verwendet werden. Deshalb sollten Sie auf Ihrem Computer-System Anti-Malware-Software installieren. Sobald ein solches Programm installiert ist, ist es ebenso wichtig, die Software auf dem neuesten Stand zu halten. Veraltete Antiviren- und Anti-Malware-Suiten sind praktisch unbrauchbar.

Halten Sie sich von gefährlichen Websites und Links fern

Vermeiden Sie es, in E-Mails oder Textnachrichten auf verdächtig aussehende Links zu klicken. Identitätsdiebe verwenden regelmäßig E-Mails und Websites, die Ihrer Bank, Ihrem Kreditkartenunternehmen, Ihrem Hypothekengeber oder einem anderen Finanzinstitut ähneln. Wenn Sie den Verdacht haben, dass ein Link nicht legitim ist, klicken Sie nicht darauf und geben Sie niemals Ihren Benutzernamen oder Ihr Passwort in einem unbekannten Anmeldebildschirm ein.

Geben Sie niemals persönliche Informationen heraus

Betrüger können sich auch regelmäßig als Mitarbeiter einer Bank oder eines Kreditkartenunternehmens am Telefon ausgeben, um Ihnen ein tolles Werbegeschenk zu versprechen. Keine Bank und kein Online-Unternehmen werden Sie anrufen und nach persönlichen Informationen wie beispielsweise einer Bank- oder Kreditkarten-, PIN-Nummer, Passwort oder einer Kundennummer fragen.

Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Kontoauszüge

Überwachen Sie regelmäßig Ihre Konten auf verdächtige Aktivitäten. Schon bei dem kleinsten Verdacht auf Unregelmäßigkeiten sollten Sie sich sofort an Ihre Bank wenden. Oft kann ein Schaden noch verhindert werden.

Schützen Sie Dokumente mit persönlichen Informationen

Vernichten Sie private Aufzeichnungen oder Informationen, die Sie physisch erstellt haben, sobald diese nicht mehr benötigt werden. Löschen Sie regelmäßig alle E-Mails aus dem Papierkorb Ihres elektronischen Postfachs.

Lassen Sie keine Quittungen von Geldautomaten-, Kreditkarten- oder Einzelhandels-Belege zurück. Identitätsdiebe können diese Quittungen verwenden, um Ihre persönlichen Daten zusammenzufügen. Nehmen Sie alle Quittungen mit und beseitigen Sie diese wenn Sie zu Hause sind.

 

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