Wie gefährlich ist es, wenn Hacker meine IP-Adresse kennen?

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Quelle: Jorma Bork / pixelio.de

Jedem Internetnutzer wird von dessen Provider bei der Einwahl ins Internet eine IP-Adresse vergeben. Diese fällt bei jeder Einwahl oder bei einer Flatrate alle 24 Stunden anders aus und somit erhält kein privater Internetnutzer eine feste IP-Adresse.

Kriminellen Hackern wird es somit erheblich erschwert, einen Rechner nur alleine über die IP-Adresse zu hacken bzw. sich einen dauerhaften Zugang zum gehackten PC zu verschaffen. Hierfür sind wiederum spezielle Hacker-Tools, wie ein Trojaner, notwendig.

Was machen Hacker mit einer IP-Adresse?

Sobald Hacker in den Besitz einer IP-Adresse gelangen, die aktuell vergeben und online ist, wird der dahintersteckende Rechner auf Sicherheitslücken überprüft. Zeigen sich Sicherheitslücken, wie beispielsweise offene Ports, können die Hacker spezielle Attacken ausführen, mit deren Hilfe sie sich einen kurzzeitigen und begrenzten Zugriff auf den Rechner ermöglichen. Zumeist schleusen die Hacker im nächsten Schritt ein trojanisches Pferd oder ein Backdoor-Programm auf dem Rechner ein, welches ihnen auch beim Wechsel der IP-Adresse weiterhin dauerhaften Zugriff auf den Rechner gewähren.

Was kann man anhand der IP-Adresse über einen Internetnutzer erfahren?

Selbst ein erfahrener Hacker kann alleine durch die IP eines Rechners nicht all zu viel erfahren. Auf speziellen Seiten im Internet lässt sich lediglich der Provider des Nutzer ermitteln. Persönliche Daten, die zeitweise zu einer bestimmten IP-Adresse gehören, lassen sich nur mithilfe der Log-Dateien der Provider über einen richterlichen Beschluss einsehen.

Wie gelangen Hacker an IP-Adressen?

Zumeist führen Hacker einen umfangreichen Scan von sogenannten IP-Ranges durch, um zu ermitteln, welche IPs derzeit von den Providern vergeben und aktuell online sind. Diese Scans werden mithilfe sogenannter Portscanner durchgeführt, die auch gleich die offenen Ports und eventuelle Sicherheitslücken der Rechner anzeigen. Gegen dieses Vorgehen kann sich der Internetnutzer recht gut mithilfe einer Firewall schützen, die den Scan der Hacker abblockt. Zudem schließt eine Firewall nicht genutzte Ports, wodurch das Sicherheitsrisiko im Internet erheblich minimiert werden kann.

Wie gefährlich ist es, wenn Hacker meine IP-Adresse kennen?
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3 Antworten

  1. Mathias sagt:

    Vielen Dank für die Aufklärung. Es ist etwas beruhigend, dass Hacker nichts mit der puren IP-Adresse anfangen können. Trotzdem wäre es natürlich schön, wenn sie nicht so leicht zu ermitteln wäre. Aber anonym zu surfen, macht irgendwie auch keinen Spass, da Cookies viele Seiten schneller laden lassen.

  2. Johannes sagt:

    Ich persönlich bin da doch ein wenig skeptisch, wenn geschrieben wird, dass Hacker damit nur relativ wenig anfangen können. Wenn ich mir ansehe, was heutzutage schon alles von den Hackern herausgefunden wird, dann würde ich mich in der Situation alles andere als sicher fühlen.

  3. Hi,

    Der Router im Netzwerk bekommt vom Provider eine IP. Der Hacker kann von außen also erstmal nur den Router sehen. Die einzelnen Rechner sind noch ne Ebene tiefer.

    Und ja mit der IP kann der Hacker nicht wirklich was anfangen, außer er hackt noch nebenbei die Telekom und checkt, wem welche IP gehört.

    Viel Gefährlicher sind Dinge wie Session-Diebstahl oder DDos-Attacken. Mit der IP lässt sich nichts anfangen ;)

    Viele Grüße
    Marius

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