Warum Recycling-Druckerpatronen kompatible Nachbauten ablösen

Wer viel druckt, zahlt auch viel Geld, denn die Kosten für Kopierpapier und Tintenpatronen sind hoch. Das ist aber kein Muss, denn wie wir bereits in diesem Artikel berichtet haben, gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Druckerkosten dauerhaft zu senken: Ein erster sinnvoller Schritt besteht darin, sein eigenes Druckerverhalten zu überdenken. So lässt sich beispielsweise durch den Einsatz eines Tablets oder Laptops so mancher Ausdruck vermeiden. Wie wir in diesem Beitrag festgestellt haben, lohnt es sich ab einem Druckaufkommen von über 280 Seiten im Monat zudem, den Tintenstrahldrucker durch einen Laserdrucker auszutauschen. Aber auch wenn Sie weniger drucken und Ihren Tintenstrahldrucker behalten möchten, können Sie Druckkosten sparen: Mit Recycling-Tintenpatronen schonen Sie nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Sie erfreuen sich einer immer größeren Beliebtheit und lösen Stück für Stück die sogenannten kompatiblen Tintenpatronen – also die Nachbauten anderer Hersteller – ab. Doch warum ist das so?

Recycling-Tintenpatronen sind die Alternative zu Nachbauten

Viele Jahre lang nutzten preisbewusste Verbraucher kompatible Nachbauten zu den originalen Druckerpatronen, um die Druckkosten zu senken und Geld zu sparen. Wie im Online-Magazin von prindo.de beschrieben ist, wird es für andere Hersteller aber immer schwieriger, qualitative und funktionierende Nachbauten zu produzieren. Seit einiger Zeit werden die Hürden für Patronen-Nachbauten zunehmend größer: Stiftung Warentest prüfte 2015 verschiedene Alternativ-Tinten und stellte dabei „auffallend viele Unverträglichkeiten“ fest. Der Grund: Zahlreiche Hersteller verwenden mittlerweile elektronische Chips, um sich gegen die Konkurrenz durch Tintenpatronen-Nachbauten abzusichern. Durch diese Chips wird es für die Mitbewerber natürlich schwieriger, Nachbauten zu entwickeln, weil er sozusagen der Ausweis der Druckerpatrone ist. Er speichert wichtige Identifikationsdaten wie Seriennummer, Länderkennzeichen und Hersteller und kommuniziert mit dem Drucker. So kann es vorkommen, dass der Drucker die Alternativ-Patrone nach dem Einlegen nicht erkennt, weil der Chip fehlerhaft ist.

Aus dieser Tatsache folgt, dass es für immer weniger Drucker wirklich gute Alternativ-Tinten von günstigeren Herstellern gibt. Im Juni 2015 hat Stiftung Warentest insgesamt 15 Fremdtinten jeweils im direkten Vergleich zur jeweiligen Originaltinte getestet. Vier davon fielen direkt wegen Kompatibilitätsproblemen durch. Einige der getesteten Exemplare konnten aber mit passablen Druckergebnissen und einem großen Sparpotential überzeugen. Insbesondere wenn Sie einen Epson-Drucker besitzen, steht Ihnen laut Stiftung Warentest ein großes Angebot an Alternativ-Tinten zur Verfügung, die zu geringen Kosten gute Druckergebnisse liefern. Bei anderen Marken sieht das aber anders aus. So gibt es beispielsweise für Nutzer eines Canon-Druckers schlechte Nachrichten: Die Druckqualität war bei den Testkandidaten zwar meist sehr überzeugend, allerdings konnten die Ausdrucke in puncto Wischfestigkeit und Farbechtheit nicht mit dem Original mithalten. Gerade, wenn Sie Fotos in hoher Qualität mit Ihrem Canon-Drucker ausdrucken möchten, ist es besser, auf die Original-Produkte zu setzen.

Recycling-Patronen: Gut für Geldbeutel, Drucker und Umwelt

Aber auch für Besitzer eines Canon-Druckers gibt es eine preiswerte Alternative, bei der Sie nicht auf eine hohe Druckqualität verzichten müssen: die sogenannten Recycling-Tintenpatronen. Das Gehäuse der Druckerpatronen besteht zum Großteil aus Kunststoff. Bei der Herstellung wird daher nicht nur eine große Menge des begrenzt verfügbaren Rohstoffs Erdöl verbraucht, sondern auch jede Menge Energie. Nachdem eine Druckerpatrone aufgebraucht wurde, wird sie in der Regel entsorgt. Auch das belastet die Umwelt, denn aufgrund einzelner umweltschädlicher Bestandteile muss sie als Sondermüll entsorgt werden. Es dauert gut 450 Jahre, bis eine Druckerpatrone vollständig abgebaut wurde. Daher ist es naheliegend, leere Tintenpatronen wiederzuverwenden und ein weiteres Mal zu befüllen. Auf diese Weise entstehen die umweltfreundlichen Recycling-Patronen, die von immer mehr Verbrauchern bevorzugt werden.

Um diese Patronen herzustellen, werden sämtliche Teile, die wiederverwendet werden können, gereinigt und erneut verbaut. Dabei gelten ebenso strenge Richtlinien wie bei der Neuproduktion. Speziell bei Tintenpatronen, die über einen integrierten Druckkopf verfügen, ist diese Reinigung wichtig. Vom Selbst-Auffüllen sollten Sie daher absehen, denn durch die fehlende Reinigung kann die Tinte nicht mehr wie vorgesehen transportiert werden. Das resultiert in schlechten Ausdrucken, Fehlermeldungen und Beschädigungen des Druckers. Bei Tintenpatronen, die professionell gereinigt und erneut befüllt werden, ist das anders: Sie weisen eine ähnlich gute Qualität und Funktionalität auf wie die Originale. Daher beschädigen sie Ihren Drucker nicht.

Recycling-Patronen sind aber nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch preiswert. Das gilt speziell dann, wenn Sie einen älteren Drucker besitzen. In diesem Fall ist die Anzahl der Verbraucher, die leere Druckerpatronen zum Recyceln zurückgegeben haben, schon groß, sodass es viele günstige Angebote gibt. Das bedeutet aber im Umkehrschluss, dass es bei neuen Druckern eine Weile dauert, bis es eine entsprechend große Auswahl an Recycling-Patronen gibt.

Fazit

Wenn Sie nicht auf eine perfekte Druckqualität verzichten möchten, kommen Sie nicht um den Kauf der Originalpatronen herum. Um Geld zu sparen, sind Sie mit recycelten Alternativen gut beraten: Sie sind günstig, schonen die Umwelt und liefern überzeugende Druckergebnisse. Daher ist es wenig verwunderlich, dass sie von vielen Verbrauchern als günstige Alternative bevorzugt werden, während kompatible, nachgebaute Alternativ-Tinten heute nur noch eine untergeordnete Rolle spielen.

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