Ein bisschen Englisch… und sonst nichts

Mit den Fremdsprachenkenntnissen der Deutschen ist es nicht weit her. In einer Allensbach-Umfrage gaben 63 % an, einigermaßen gut Englisch zu sprechen und zu verstehen. Die beruht natürlich auf einer rosigen Selbsteinschätzung. In der Realität sieht es häufig anders aus, wenn es um eine flüssige Unterhaltung auf Englisch geht. Doch noch schlimmer ist die Tatsache, dass nach Englisch lange Zeit gar nichts kommt: 18 % der Befragten hielten sich für einigermaßen sicher in Französisch, 9 % in Niederländisch und 7 % in Italienisch. Die Weltsprache Spanisch, die in ganz Lateinamerika gesprochen wird, spielt mit 6 % kaum eine Rolle, und asiatische Sprachen wie Chinesisch und Japanisch kommen gar nicht vor.

Two women walking at Placa Reial after shopping

Ein Teil des Problems ist natürlich der fehlende Kontakt mit den Sprachen. Englisch begegnet uns täglich im Internet und in Form von Popmusik. Doch wer nicht bewusst spanische Zeitungen online liest oder Kontakte zu spanischen Muttersprachlern pflegt, kommt höchstens mal im Urlaub mit der Sprache in Berührung. Um dann die Erfahrung zu machen, dass im Tourismus doch meist Deutsch oder zumindest Englisch gesprochen wird. Dabei sind Fremdsprachen eine große kulturelle Bereicherung und können im Beruf entscheidende Vorteile bringen. Um beim Beispiel Spanisch zu bleiben: Hat ein Unternehmen Kontakte in Lateinamerika, wird es bevorzugt neue Mitarbeiter einstellen, die mit den Geschäftspartnern dort in ihrer Sprache kommunizieren können.

So lassen sich Fremdsprachen online lernen

So ganz ohne strukturiertes Lernen geht es nicht. Sehr sinnvoll ist eine Kombination aus Lehrbuch und einer Vokabeltrainer-App aus dem App Store, mit der sich überall und jederzeit Vokabeln üben lassen. Entsprechende Apps gibt es für zahlreiche Sprachen sowohl für Schulbücher für Kinder und Jugendliche, als auch in der Erwachsenenfortbildung. Wer beispielsweise Spanisch lernen möchte, wählt einfach die passende App zum gekauften Lehrbuch aus. So wird zunächst die richtige Grammatik erlernt und ein Wortschatz auf Spanisch aufgebaut. Das Gleiche gilt natürlich auch für viele andere Sprachen.

Im nächsten Schritt kommt das Internet ins Spiel. So lassen sich auf YouTube unzählige Videoclips, Fernsehsendungen, Musikvideos und mehr auf Spanisch abrufen. Das Hörverständnis kann mit spanischen Radiosendern per Internetradio und Playlists auf Spotify geübt werden. Moderne Streaminganbieter wie Netflix machen es möglich, Filme und Serien in der Originalfassung anzusehen und sogar spanische Untertitel einzublenden. So kann sich das Ohr an die neue Sprache gewöhnen und diese vor allem so hören, wie sie im Land gesprochen wird. Beim nächsten Urlaub im sonnigen Spanien kann dann schon ganz locker mit Einheimischen in ihrer Muttersprache kommuniziert werden…

Bild: ©istock.com/martin-dm

Ein bisschen Englisch… und sonst nichts
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