Erfolgsgeschichte Onlinespeicher – Von iCloud, Dropbox & Co.

Dropbox weltweit

Die Dropbox als Onlinespeicher

Anbieter von Onlinespeichern finden sich mittlerweile wie Sand am Meer. Viele davon bieten ihre Dienste sogar kostenlos an – zumindest den „Einsteigerservice“ mit wenigen Gigabyte Speicher. Das Erfolgskonzept der externen Speicherung ist vor allem eine logische Entwicklung, die sich aus den vielen verschiedenen Geräten ergibt, die ein einzelner Nutzer heute im täglichen Gebrauch mit seinen Daten und Dateien verwendet. Egal ob in der Arbeit, auf dem Smartphone, Tablet oder dem Heimrechner – mit den Cloud-Speicher-Diensten können alle Geräte auf dieselbe virtuelle Festplatte zugreifen.

Spätestens seit Steve Jobs 2011 den Onlinedatenspeicher-Service iCloud angekündigt hatte, ist das Thema Onlinespeicher in aller Munde. Doch Apple kann keineswegs als Erfinder solcher Dienste gelten. Anbieter wie Dropbox waren bereits einige Jahre früher im Geschäft. Das Prinzip war da allerdings noch simpler, da es noch weniger um den Zugriff von verschiedenen mobilen Geräten ging, als ehr um die sichere Speicherung. Bei Apple ging es dann vor allem darum mediale Dateien wie Videos und Musikdatenbanken für die verschiedenen Gadgets der Kunden zu synchronisieren, und mit anderen zu teilen. Eine zentrale Mediathek also für alle Geräte – egal ob PC, Mac, iPad oder iPhone.

Der Effekt der iCloud auf den Markt der Onlinespeicher-Dienste war durch das mediale Echo zunächst ein reger Kundenzulauf. Und damit natürlich der Einstieg anderer Anbieter. Der Markt ist förmlich explodiert. Konkurrenten von Apple sind durch die iCloud in Zugzwang geraten, nicht nur im Bereich Smartphones. Viele Smartphone-Produzenten liefern ihre neuen Modelle mittlerweile schon ab Werk mit einem gebuchten Onlinespeicher-Service aus. Neben Microsoft mit dem „Skydrive“-Dienst mischt nun auch der Nachzügler Google seit April diesen Jahres kräftig mit. Ein für die Kunden positiver Effekt von den vielen verschiedenen Cloud-Diensten ist der starke Wettbewerb und dadurch rapide gesunkene Preise. Ein weiterer Grund ist aber auch, dass milliardenschwere Unternehmen wie Google solche Dienstleistungen zum „Schleuderpreis“ raushauen können. In Zeiten vor der iCloud von Apple musste man für genug Speicherplatz für ein Festplatten-Backup bei Dropbox bis zu 80 Euro Monatsgebühr hinblättern.

Für jeden die richtige Wahl

Vor der Wahl eines Cloud-Anbieters sollte man zunächst die eigenen Bedürfnisse an einen Onlinespeicher hinterfragen. Die Speicherdienste auf externen Servern sind heutzutage, wie bereits erläutert, weit mehr als nur ein Ablageort beliebiger Dateien. Bei der Nutzung von Cloud-Diensten gibt es in etwa folgende Ausrichtungen:

Der Klassiker – Eine Festplatte im Internet

Egal ob Backup oder Datentresor – der klassische Onlinespeicher macht vor allem eines, und das ist Dateien zu speichern. Da hier wenig anderes von Nöten ist, sollte man vor allem auf Sicherheit achten. Ein Anbieter der darin brilliert ist beispielsweise Strato HiDrive.

Die systemübergreifende Mediathek

Die „Cloud“ als über allen Endgeräten schwebender Datenpool, der in Apple-Manier vor allem als Mediathek fungiert. Egal ob es Filme, Musik, Bilder oder mit dem Smartphone selbstgedrehte Urlaubsvideos sind – mit dieser Art von Onlinespeicher kann man nicht nur von Geräten aller Art auf die Dateien zugreifen, sondern sie auch per Stream direkt online abspielen! Neben der iCloud von Apple hat sich auch Dropbox zu einem Meister dieser Klasse entwickelt.

Die Arbeitsplattform

Die Online-Datenspeicherung bietet auch im Arbeitsalltag praktische Vorteile. Besonders wenn ein Team von mehreren Mitarbeitern auf dieselben Dokumente zugreifen muss, oder sogar gemeinschaftlich an solchen arbeitet. Anbieter solcher Cloud-Arbeitsplattformen punkten zum Beispiel mit automatischer Synchonisation der Dateien auf allen angebundenen Nutzern. So ist eine gleichzeitige Bearbeitung in Echtzeit möglich. Oder es sind bereits ganze Büroanwendungen auf dem Onlinespeicher integriert. Beste Beispiele sind hierfür Google Drive und der Microsoft Skydrive.

Einige Bedenklichkeiten

So nützlich Clouds auch sind, die Nutzung solcher Speicherdienste hat auch einige bedenkliche Seiten. Zu aller erst: Man ist abhängig von seinem Anbieter. Die übermittelten Daten sind absolut nicht mehr in eigener Hand. Zumindest bei sehr wichtigen Dokumenten sollte man immer ein Duplikat auf einem unmittelbar greifbaren Speichermedium parat haben, sei es USB-Stick oder eine externe Festplatte. So bleibt man immer im direkten „Besitz“ der wichtigsten Dateien. Eine Alternative zu den Onlinediensten bietet ein privater Server. Mit einem Netzwerkspeicher hat man seine eigene Cloud. Die Daten sind weiterhin „griffbereit“ zu Hause, man kann aber auch Unterwegs, von mobilen Zugangsgeräten, auf den Speicher zugreifen.

Ein weiterer Streitpunkt bei Cloud-Diensten ist die Sicherheit. Natürlich werden wohl alle Speicherdienste auf einem sehr hohen Sicherheitsniveau geführt, aber „Sicherheit“ ist im Internet eben relativ. Sobald man seine Daten an den Onlinespeicher übermittelt hat, liegt die Sicherung in anderen Händen, ohne die Möglichkeit auf eine eigene Einflussname. Zugangsdaten können gehackt werden. Ein Offlinespeicher wie z.B. ein USB Stick kann da hingegen niemals gehackt werden, solange man ihn nur offline benutzt. Außerdem bieten die gesammelten Daten von vielen tausenden Cloud-Nutzern vielleicht auch eine höhere Attraktivität zum „professionellen“ Datenklau, als ein kleiner unbedeutender Heimrechner mit externer Festplatte.

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9 Antworten

  1. Martin sagt:

    Hallo,

    vielen Dank für den Artikel.
    Auf http://www.cloudsider.com gibt es viele Testberichte und einen Preisvergleich für Online Speicher.

  2. Ley sagt:

    Ich habe mich lange geweigert diese Cloud Dienste zu nutzen. Ganz einfach weil ich nicht weiß wo meine Daten gespeichert werden und wer aller Zugriff auf meine Daten hat.

    Aber man kann nicht abstreiten, dass Cloud Dienste eine super Sache sind. Überall, jederzeit auf die Daten zugreifen – was will man mehr.

    Aus diesem Grund habe ich mir vor kurzem ownCloud auf meinem Hosting Paket installiert und so mit meine eigene Cloud.

    Hier ist die Wahrscheinlichkeit auch geringer das meine eigene Cloud gehackt wird da man erst mal die Url kennen muss unter der meine Cloud verfügbar ist.

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