Warum soll ich für SSD mehr bezahlen?

120 GB SSD Festplatte

Möchte man heutzutage ein Notebook kaufen, ist das Kürzel „SSD“ oft ein Thema. Doch was ist SSD und warum verlangen die Hersteller einen deutlichen Aufpreis für weniger GB an Speicherkapazität?

SSD steht für Solid-State-Drive und bezeichnet Speichermedien, die keine beweglichen Bauteile haben. Das Gegeteil dazu sind die HDDs – Hard-Disk-Drives. In den meisten Notebooks und PCs sind diese HDD eingebaut, da sie die kostengünstigste Möglichkeit sind, viele Daten speichern zu können. Hier werden alle Daten magnetisch auf rotierenden Platten gespeichert, die dann von einem magnetischen Greifer gelesen und geschrieben werden können. Dabei rotieren die Platten mit bis zu 5400 Umdrehungen pro Minute. Das macht natürlich relativ viel Lärm und kann auch bei modernen Festplatten gehört werden. Bei SSDs findet man dies nicht, denn hier werden die Einsen und Nullen der Daten über Transistoren gespeichert. Vereinfacht gesagt werden pro angeregte „1“ etwa 10000 Elektronen angeregt und gefangen gehalten (siehe unseren Artikel Wie viel wiegt das Internet). Die Datenspeicherung ist also rein elektronisch und bedarf keinerlei beweglicher Bauteile. Aus diesem Grund sind SSDs geräuschlos und vor allen Dingen schneller als magnetische Festplatten. Darüberhinaus sind sie wesentlich unempfindlicher gegenüber Beschleunigungskräften (wie z.B. herunterfallen) als HDDs.

Wie der Flash-Speicher technisch funktioniert kann man sich genauer in folgener Artikel durchlesen (how stuff works).

Dieses Verfahren macht die Technologie natürlich wesentlich teurer. In den letzten Jahren wurden die Kapazitäten von SSD Speichern allerdings groß genug, um inzwischen für einen Aufpreis genügend Speicher bieten zu können, um normal zu arbeiten. Der Aufpreis ist zwar in der Regel noch drei-Stellig, bewegt sich aber in erschwinglichen Größen. SSD Tests zeigen einem auf, welche Festplatten im Chaos der Angebote ihren deftigen Preis Wert sind. Nur wer wirklich große Datenmengen zu verarbeiten hat – zu einem rationalen Preis – wird noch eine gewisse Zeit auf HDDs angewiesen sein.

Bekannte SSD Speicher sind herkömmliche USB-Flash-Sticks, die früher in der Regel im MB-Bereich Speicher boten und heutzutage zu 64 GB Sticks zu einem moderaten Preis verkauft werden. Dies ist genügend Speicher für normale Office-Anwenungen eines PCs. Wer allerdings viele Spiele und Video-Datein speichern möchte, benötigt größere Datenträger. Viele Menschen greifen dann auf externe Festplatten unterschiedlichen Typs zurück.
Auch Handys verwenden diesen Speichertyp, was den höhren Aufpreis zwischen einem iPhone mit 16 GB und 64 GB Speicher rechtfertigen soll.

 

Das könnte dich auch interessieren …

3 Antworten

  1. Kalle sagt:

    „Dabei rotieren die Platten mit bis zu 5400 Umdrehungen pro Minute.“

    nunja, sie rotieren eher „über“ 5400 upm, bzw. bis zu 10.000 upm…

  1. 28. Juni 2013

    […] Arbeitsspeicher sollten es schon mindestens 6 GB sein. Beim Festplattenspeicher würde ich zwar mit 250 GB SSD zurechtkommen, allerdings sind SSD noch zu teuer, sodass ich mich mit gewöhnlichen Festplatten […]

  2. 5. November 2013

    […] Partitionierung wird das Unterteilen der Festplatte eines Computers in mehrere Sektionen bezeichnet. Diese Sektionen werden von jedem Betriebssystem, […]